Mitteilungen


Erstkommunion 2019

Du bist ein Ton in Gottes Melodie – unter diesem Motto haben sich in unserer Kirchengemeinde 25 Kinder auf die Erstkommunion vorbereitet.

Folgende Kinder feiern am 27.04. in St. Kolumban, Wendlingen-Unterboihingen um 10.45 Uhr ihre Erstkommunion: Petros Arpas, Johanna Benz, Liza Dieterle, Mia Du Bois, Veronika Funk, Marlene Geiger, Selina Höffner, Simon Kurz, Vanessa Orlando, Jakob Pieger, Dominik Piry, Raphael Riek, Laura Scaglione, Alexia Schober, Luca Toscano und Ole Walter.

Folgende Kinder feiern am 12.05. in der Oberboihinger Dreifaltigkeitskirche um 10.00 Uhr ihre Erstkommunion: Len Deuschle, Malik Lang, Lara Mayer, Josephine Molnar, Luisa Potenza, Martina Rossitto, Anthony Saponaro, Ylenia Sgroi und Lina Waidmann.

Die Gemeinde freut sich mit den Kindern und wünscht den Familien einen schönen und gesegneten Festtag!

Mini-Aufnahme in Oberboihingen

Im Gottesdienst am 4. Fastensonntag wurden 2 Kinder in die Gruppe der Ministrant*innen aufgenommen. Die Kirchengemeinde freut sich sehr über den Zuwachs und wünscht den beiden viel Freude bei ihrem Dienst!

Aushilfe für den Mesnerdienst gesucht

Unser Mesner Wolfgang Zielonka hat seinen Mesnerdienst zum 31.03.2019 beendet. Wir danken ihm für seinen Dienst und wünschen ihm für seine Zukunft Gottes Segen.
Wir, die Kirchengemeinde suchen nun eine Aushilfe für den Mesnerdienst in der Kirche Sankt Kolumban mit dem Zeitumfang von ca. einem Wochenende pro Monat. An diesem Wochenende wäre der Dienstumfang die Samstagvorabendmesse (18:30 Uhr), der Sonntagsgottesdienst (9:30 Uhr) und evtl. stattfindende Trauungen (samstags) und Taufen (sonntags).
Wenn Sie Interesse an diesem wertvollen Dienst in unserer Kirchengemeinde haben, so würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich bei uns melden. Gerne persönlich bei Pfarrer Paul Magino oder Pfarrer Heller oder im Pfarrbüro bzw. der Kirchenpflege.

Mit Kindern Ostern entgegen gehen

Am 14.4. feiern wir den Familiengottesdienst zu Palmsonntag und beginnen um 9.30 Uhr im Hof des Gemeindezentrums (mit Palmprozession zum Einzug Jesu in Jerusalem).

Am Gründonnerstag, 18.4. treffen wir uns um 17 Uhr zum Kindergottesdienst im Kolumbansaal des Gemeindezentrums in Wendlingen-Unterboihingen (letztes Abendmahl Jesu).

Am Karfreitag, 19.4. beginnt der Kindergottesdienst um 11 Uhr. In Wendlingen-Unterboihingen treffen wir uns im Kolumbanssaal, um Jesus mit unserer Feier auf seinem letzten Weg zu begleiten. In Oberboihingen findet um 11 Uhr der ökumenische Kinderkreuzweg mit Beginn in der Dreifaltigkeitskirche statt.

Am Ostersonntag, 21.4. beginnen wir um 5.30 Uhr auf dem alten Friedhof zwischen der evangelischen und katholischen Kirche die Auferstehungsfeier, die als Familiengottesdienst gestaltet ist. Dieser Gottesdienst wird von der Band 3M mitgestaltet. Herzliche Einladung besonders an die Kommunionkinder und ihre Familien. Ebenfalls herzliche Einladung  zum anschließenden Frühstück im Gemeindehaus (Spendenbasis)!

Seniorenfahrt ins Osterei-Museum Sonnenbühl am 24.04.2019

Auf dem Programm steht der Besuch des Osterei-Museums Sonnenbühl und im Anschluss daran gemütliches Kaffeetrinken im Seeburgertal.

Abfahrtsorte- und zeiten:
12:00 Uhr Lindenschule Wendlingen-Unterboihingen,
12:10 Uhr Rathaus Köngen,
12:15 Uhr Bushaltestelle “Stern” Unterensingen,
12:30 Uhr ehemalige Bäckerei Haußmann Oberboihingen.

Gesamtkosten pro TeilnehmerIn 25 Euro. Der Betrag wird im Bus eingesammelt.

Anmeldungen im Pfarrbüro oder durch Eintragen in die Listen, die in den katholischen Kirchen der vier Orte ausliegen.

Herzliche Einladung!

Aus dem Kirchengemeinderat

Seit Jahren fließen jährlich großzügig Spenden aus dem Bereich unserer Seelsorgeeinheit an die Arbeit von Pfarrer Kenneth Nwokolo. Um sich ein Bild vom Einsatz der Spendengelder zu machen, fliegt Dekan Paul Magino alle zwei Jahre nach Nigeria. In der ersten Märzwoche war er wieder zu Besuch in der Kirchengemeinde St. Barnabas in Akokwa. In der Sitzung des Kirchengemeinderats berichtete er, auch anhand von Bildern, über die Situation und die täglichen Herausforderungen im Alltag der Menschen dort. Eindrucksvoll war für ihn unter anderem ein Austausch mit Schülern der Secondary School. Da das staatliche Schulsystem marode ist, sind die kirchlichen Schulen ein wichtiger Aufgabenbereich der Kirchengemeinde. Und obwohl Nigeria inzwischen zu den reichsten Ländern Afrikas gehört, kommt der Reichtum nicht bei der Bevölkerung an. Viele leben unter dem Existenzminimum. So werden Gaben, die in den täglichen Gottesdiensten gebracht werden, auch an Bedürftige verteilt. Und nach wie vor sind viele der Aufgaben, die Pfarrer Kenneth Nwokolo anpackt, wie zum Beispiel den Ausbau der Schulen, nur möglich durch finanzielle Unterstützung. (IS)

Musikalische Gipfelstürmer: Triumph mit Requiem

von Peter Fischer

Da hat sich Christa Strambach, die Chorleiterin des Jugendchors St. Kolumban, zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum in höchste Höhen gewagt. Mit dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms hat sie eines der gewaltigsten Werke der Chorliteratur mit der erweiterten Quintessenz des Jugendchors und mit der Camerata Grinio aufgeführt. In der voll besetzten St.–Kolumban-Kirche erlebten die Besucher ein außergewöhnliches Konzert, das Chor, Orchester und Solisten höchste Ansprüche abverlangte.

„Ein deutsches Requiem Opus 45“ ist ein einmaliges Meisterwerk von 75 Minuten Dauer, uraufgeführt vor genau 150 Jahren. Es verdankt seine herausragende Sonderstellung Brahms’ Konzeption eines mit deutschen Texten aus dem Alten und Neuen Testament ausgestatteten Requiems, das nicht der Tradition der klassischen lateinischen Liturgie folgt und auch nicht das Jüngste Gericht und die Erlösung, also das Seelenheil des Verstorbenen in den Mittelpunkt stellt, sondern die Lebenden, die trauern und Trost und Hoffnung erfahren. So zieht sich der Text aus der Bergpredigt, mit dem der erste Satz beginnt, als Grundgedanke durch das ganze Werk: „Selig, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.“

Die Themen in den sieben Sätzen sind die Zeitlosigkeit von Trauer und Trost, die Bedrohung durch die Vergänglichkeit und die Zuversicht durch die Vision der Ewigkeit, die schmerzliche Frage nach Trost und die Hoffnung auf den Herrn, ein Blick auf die lieblichen Wohnungen des Himmels, himmlische Tröstung, die Frage nach dem „Stachel der Hölle“  und die Antwort mit dem Triumph der Auferstehung und das feierliche Vermächtnis des Seligseins.

Brahms’ Werk verlangt von Chor und Orchester gleichermaßen eine Fülle von musikalischen Formen, Stimmungen und Klangfarben. Die Quintessenz hat sich für dieses Projekt mit jungen Mitgliedern der Quart und mit Gast- und ehemaligen Sängerinnen und Sängern auf die Zahl 60 verdoppelt. In dreimonatiger Probezeit hat Christa Strambach einen Chor geformt, der mit unglaublicher Konzentration und Leidenschaft alle Anforderungen erfüllte, technisch und musikalisch, mit homogenen Stimmen, dynamisch und metrisch beweglich, mit herausragender Artikulation, mit imponierenden Spitzentönen, mit Sinn für Gefühl und Gestaltung, mit beeindruckenden Steigerungen, mit gelungenen Tempowechseln, strömenden Gesangslinien und starken Forte-Effekten. Kontrapunktische Kunststücke wie die berühmt-berüchtigte Orgelpunkt-Fuge im dritten Satz oder die mächtige Schlussfuge im sechsten Satz wurden sicher und transparent durchgestaltet. In der Probenarbeit hatte sich Ulrike Beck als Korrepetitorin bewährt.

Brahms’ Requiem benötigt ein Orchester mit eigener Sprache. Jeder der sieben Sätze hat seine eigene Struktur und Gestalt. Mit der Camerata Grinio unter ihrem Konzertmeister Joachim Ulbrich stand ein hochkarätiges Orchester zur Verfügung. Unter dem Dirigat von Christa Strambach wurde die sinfonische Struktur und Durchdringung gut herausgearbeitet. Was sich dem Orchester als Füllhorn von Klangfarben anbot, wurde herzhaft ausgekostet.

Der dritte Satz beginnt mit dem Baritonsolo „Herr, lehre doch mich“. Mit wunderbarer, beweglicher und markanter Stimme gestaltete Florian Schmitt-Bohn Fragen und Mahnen im Wechsel mit dem Chor. Mit prophetischem Impetus führte er im sechsten Satz zur Szene mit der „letzten Posaune“ und mit einem kraftvollen Ausbruch von Chor und Orchester.

Einem Sopransolo ist es vorbehalten, den einzigen ariosen Satz des Werkes „Ihr habt nun Traurigkeit“ zu formen. Constanze Seitz überzeugte mit strahlender Stimme, klar in den Spitzentönen, mit intensiver Stimmführung. Klänge wie aus einer jenseitigen Sphäre, eingebettet von Chor und Orchester in eine weiche Klanghülle. Ein wunderschöner Satz.

Im choralartigen feierlichen Schlussteil kehren Gedankenkreis und musikalische Atmosphäre des Eröffnungssatzes zurück. Das Seligsein erscheint in einer entrückten Klangwelt. Das Werk endet, wie es angefangen hat, in hauchzartem Piano und mit dem Wort „selig“.

Eine beseelte und ausdrucksvolle Aufführung, die bis ins Innerste berührte.

Konsequent hat die Dirigentin entschieden, nach dem Schlussakkord zur meditativen Stille einzuladen, die mit dem Geläut einer Glocke endete. Nun war das Publikum nicht mehr zu halten. Ein überaus kräftiger und lang anhaltender Beifall brach sich Bahn für die fantastische Leistung des Chores, für das vortreffliche Orchester und die hervorragenden Solisten.

Dekan Paul Magino, der schon die Einführung in das Werk gegeben hatte, ergriff noch einmal das Wort, um Christa Strambach zu ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum zu gratulieren und für ihre eindrucksvolle Arbeit als Kirchenmusikerin der Gemeinde St. Kolumban und als großartige Leiterin des Jugendchors zu danken. Die Besucher schlossen sich mit stehenden Ovationen an.