Mit einem lauten "Einsteigen!" wurde das diesjährige Zeltwochenende der Ministranten
aus Wendlingen und Oberboihingen eingeläutet. Vom 8.6. bis zum 10.6. ging es per Bus in
ein kleines verschlafenes Nest bei Augsburg, genannt Violau, wo der lang ersehnte Wunsch
nach einem Zeltlager endlich erfüllt wurde.
Der Zeltaufbau direkt am See verlief beinahe routiniert, da einige Minis schon Zuhause
für den Ernstfall geübt hatten. Die anschließende Besichtigung der Außenanlagen des
Bruder-Klaus-Heims ließen die Herzen aller Minis höher schlagen. Neben einem kleinen
Swimming-Pool gab es einen großen Spiel- und natürlich auch einen Fußballplatz. Viel
gefragter waren allerdings die Meerschweinchen, die ausgiebig gestreichelt und herumgetragen
wurden. Das Abendessen wurde auf der Terrasse des Schullandheims serviert und gleichzeitig
von einem Musikverein, der in Violau für ein Konzert probte, musikalisch untermalt. Damit
sich die Ministranten aus beiden Gemeinden besser kennen lernen konnten, gab es am Abend
noch einige Spiele. Der Tag endete schließlich mit einigen Liedern am Lagerfeuer.
Am nächsten Morgen konnten sich die Minis nach dem Frühstück handwerklich beim basteln eines
Schleuderballs oder eines Windlichtes betätigen. Für den Nachmittag stand dann die Mini-
Olympiade auf dem Programm. Sechs Disziplinen mussten von jeder Vierergruppe absolviert
werden. Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Dichtkünste, Geschmackserkennung und Kreativität
waren hierbei gefordert. Trotz eines plötzlichen Wolkenbruchs konnte die Olympiade trocken zu
Ende gebracht werden. Nach dem Abendessen stand noch ein Fußballspiel gegen eine andere
gastierende Jugendgruppe auf dem Programm. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit (ca. 1:2) und
den wenigen Profifußballern in den eigenen Reihen konnte ein glimpflicher Endstand von 1:9
erkämpft werden. Zum Abschluss des Tages wurde Sister Act 2 auf Video geschaut, da das Wetter
sich mehr und mehr einregnete. Schließlich mussten einige Minis vor dem Schlafengehen noch das
Zelt wechseln, weil ihr eigenes dem Regen nicht standhielt.
Am Sonntagmorgen wurde standesgemäß die Kirche am Ort aufgesucht, die erstaunlicherweise auch
mit vielen Wallfahrern gefüllt war. Die Zeit bis zum Mittagessen wurde mit den Ruderbooten auf
dem kleinen See verbracht, wobei einige Minis ihr letztes trockenes Hemd einbüßten. Auch beim
anschließenden Zeltabbau wurde fleißig gepaddelt um die schweren Gepäckstücke - statt zu Fuß -
per Boot zurück zum Bus zu transportieren. Um 15 Uhr hieß es dann Abschied nehmen und per Bus
ging es wieder zurück nach Wendlingen. (Peter Zielasko)
Letzte Änderung: 2010-10-09
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